Die Internetunternehmen probieren heute den Nachvolger von IPv4 aus. Das ist nötig, weil der Pool mit IP-Adressen nach dem IPv4-Standard ausgeschöpft ist, sagt die Internet Assigned Numbers Authority (IANA). In den IPv4-Pool passen maximal 3,7 Milliarden IP-Adressen. Der neue Standard IPv6 ermöglicht unvorstellbare 340 Sextillionen IP-Adressen. Kein normaler Mensch kennt diese Zahl – sie hat 36 Nullen. Zum Vergleich: Eine Milliarde hat 9 Nullen. Ich bin mal so frei, und schreibe diese 340 Sextillionen aus:

340 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000

…IP-Adressen können mit dem IPv6-Standard vergeben werden. Eine erneute Adressknappheit wird damit sehr unwahrscheinlich. Und heute haben weltweit 200 Internetunternehmen einen Testlauf gestartet, indem sie die Internetseiten auch mit IPv6 ausliefern. Auch. Parallel muss weiterhin IPv4 ausgeliefert werden, da die beiden Standards untereinander nicht kompatibel sind, und die Websites für die meisten Nutzer einfach nicht mehr erreichbar wären. Wer also mit der IPv4-Technik durchs Internet surft, kann keine IPv6-Inhalte aufrufen, und IPv6-Surfer können auf keine IPv4-Inhalte zugreifen.

Eigentlich dürfte es durch den Parallelbetrieb bei keinem zu Problemen kommen. Ausgeschlossen ist das aber nicht: “Eine sehr kleine Gruppe von Internetnutzern (…) könnte beim Aufruf einiger Internetseiten Schwierigkeiten haben”, sagt Strato-Sprecher Gurow. In so einem Fall solle der Nutzer den Internetprovider kontaktieren, der am besten herausfinden könne, wo das Problem liegt.