Schon sind die drei Wochen vorbei, in denen ich das HTC Incredible S gründlich testen durfte. Ich bin wirklich begeistert von diesem Highend Smartphone, das ich euch ja schon kurz vorgestellt habe.

Die drei Wochen waren wirklich nice. Vor Das HTC Incredible S ist allein durch das Design etwas Besonderes. Es fällt auf. Auf der Vorderseite seht ihr fast nur Bildschirm – alles, auch die Buttons im unteren Bereich, funktionieren per Touch. Die Vorderseite macht schon was her. Am meisten hebt sich das Incredible S durch die Rückseite ab – weil sich dort etwas abhebt. Der Deckel hat eine Auswölbung für Akku, Kamera & Co. Das ist außergewöhnlich und gewögnungsbedürftig, aber nicht schlecht. Auf Aluminium wird beim Gehäuse komplett verzichtet – stattdessen gibt es auf der Rückseite gummierten und somit rutschfesten Kunststoff.

Software

Als Benutzeroberfläche verwendet HTC natürlich das eigene HTC Sense. Auf dem Incredible S ist es in der Version 2.1. Durch HTC Sense werden die für Android üblichen Funktionen erweitert. Neben HTC Locations, HTC Hub und den üblichen HTC Widgets erkennt man auch bei der E-Mail-, der SMS- und der Telefon-App Züge von HTC. Eine der wichtigsten Apps ist die virtuelle Tastatur. Die Tastatur von HTC Sense verfügt bereits über Funktionen, die bei Android erst mit Gingerbread eingeführt wurden. Ihr könnt eure Widgets und Apps auf 7 Startbildschirmen schmeißen und beliebig verschieben.

Ausgeliefert wird das HTC Incredible S mit Android 2.2, auch “Froyo” genannt. Kurz nachdem ich ich das Gerät erhalten habe, kam für das Gerät das Update auf Android 2.3 Gingerbread, welches ich installiert habe. Nach dem Update hat mir ein installierter Taskmanager bis zu 80 MB mehr freien Speicher angezeigt, als das unter Android 2.2 der Fall war. Ob das wirklich mit dem Update zu tun hatte, kann ich nicht eindeutig sagen.

Allgemein läuft das HTC Incredible S sehr schnell und flüssig. Es kam in den drei Testwochen nie zu Systemfehlern, Abstürzen. Ruckler gab es auch nie. Full HD Filme wurden ebenfalls flüssig abgespielt.

Sound

Der Sound des Lautsprechers kann sich hören lassen. Satte Bässe gibt es natürlich nur mit Kopfhörer und SRS-Sound, den das HTC Incredible S auch drauf hat. Der Lautsprecher ist schön laut, hört sich bei voller Lautstärke aber teilweise kratzig an. Das ist aber nur ein Problem, so lange man in einem geschlossenen Raum ist. Draußen merkt man davon nichts, da nimmt man das Kratzige durch die Umgebungsgeräusche nicht so gut wahr.

Die Gesprächsqualität bei Telefonaten war gut. Ich konnte meine Gesprächspartner gut verstehen, genau wie diese mich. Auch beim Freisprechen konnte man mich gut hören und ich habe durch den Laursprecher alles gut verstanden.

Kamera

Mit der Kamera kann man bis auf ca. 8 cm scharfe Nahaufnahmen machen, die dann auch relativ scharf und Detailvoll sind. Ich habe mal einige Testfotos geschossen, um euch die Qualität zu demonstrieren:

Die Bilder habe ich alle im “Querformat”-Modus aufgenommen. Fotos kann man natürlich auch im üblichen Fotoformat machen.

Leider habe ich es verpennt die Video-Kamera mit aussagekräftigen Aufnahmen zu testen. Dennoch habe ich euch ein paar kleine Szene zusammen geschnitten, bei denen man vorallem die Qualität der Nahaufnahmen erkennen kann. Wenn man mit dem Autofokus beim Scharfstellen etwas nachhilft, kann man auch gute Nahaufnahmen erzielen. Alles in 720p HD – also 1280×720 Pixel – aufgenommen:

Fazit

Auch wenn inzwischen ein paar Dual-Core Prozessor Handys auf dem Markt sind, finde ich das HTC Incredible S absolut preiswert. Es hat mich aufgrund des einzigartigen Designs, der guten Performance und der guten Verarbeitung überzeugt. Eine Kleinigkeit hätte man am Design jedoch besser machen können. Das Objektiv der Kamera steht etwas ab, wodurch das Gerät nicht flach aufliegt. Das kommt andererseits aber dem Lautsprecher zugute, dessen Schall dadurch von der Unterlage nicht unterdückt wird.