HTC lässt mich ein Handy testen, das ich nicht einmal so un-fantastisch finde. Das HTC Incredible S ist der große Bruder vom Desire S, welches ebenfalls vor kurzem erschienen ist. Viele Unterschiede gibt es aber nicht. Sie unterscheiden sich wesentlich nur in der Größe des Displays (Desire S: 3,7″) und der Auflösung der Kamera (5 MP). Bevor ich euch das Smartphone vorstelle, möchte es selbst etwas über sich erzählen:

Das Video finde ich als Anhaltspunkt für meinen ersten Artikel über das Incredible S nicht schlecht. Ich werde “Thesen”, die im Video aufgestellt werden, überprüfen. Zunächst aber die technischen Daten:

Prozessor 1 GHz
Arbeitsspeicher 768 MB
Interner Speicher 1 GB*
Display 4 Zoll
10.2 cm Diagonale
480 x 800 Pixel Auflösung
Super-LCD
Akku 1450 mAh
Kamera Hinten:
8 Megapixel
HD-Videos mit 720p
2 LED-Blitze
Autofokus 

Vorne:
1,3 Megapixel

Anschlüsse 3,5 mm Audioanschluss
Micro-USB-Anschluss
Sensoren G-Sensor
Digitaler Kompass
Näherungssensor
Umgebungslichtsensor
Betriebssystem Android 2.2
Gewicht 138 Gramm

* eine 8 GB micro SD Speicherkarte ist im Lieferumfang enthalten.

So, jetzt also mal zu dem, was im Video behauptet wird.

“Unique contour design”
Ein einzigartiges Design der Konturen. Auf den ersten Blick ist es nicht schön und das erste was mir durch den Kopf ging war «Ohje, wie fühlt sich das an?» Die Rückseite sieht schon einzigartig komisch aus. Unpraktisch ist die Wölbung auf jeden Fall nicht – ohne sie hätte der Akku keinen Platz. Sie fällt auch nicht wirklich auf, wenn man das Handy in der Hand hält. Entweder bilde ich mir das nur ein oder es ist wirklich so: die Wölbung gibt einen festeren Halt. Zumindest liegt mein Zeigefinger genau an der Kante, wodurch ich das Handy automatisch fester im Griff habe. Für die Kamera wurde die Aussparung nochmal knapp einen Millimeter tiefer gemacht. Musste das sein? Dadurch liegt das Incredible S nicht vollkommen flach auf einer Oberfläche und wackelt gegenenfalls etwas. Vorteil: Da sich der Lautsprecher an der Rückseite befindet, bleibt so Luft für den Schall. Andernfalls wäre der Schall gedämpft.
Zur Platzierung der Anschlüsse kann ich nur sagen: gut gemacht. Oben rechts ist der Taster zum Ein- und Ausschalten, links die 3,5 mm Klinke für die Kopfhörer oder ein Audio-Kabel. Etwa in der Mitte ist ein Mikrofon, dass Nebengeräusche filtert. Rechts ist nichts, unten außer dem Mikrofon auch nichts. Links unten ist der Micro-USB-Anschluss, darüber die Lautstärke-Wippe.
Die Vorderseite könnte man bis auf den fehlenden Home-Button mit einem iPhone verwechseln. Unter dem Display sind die 4 Androidtypischen Buttons; also der Home-, Menü-, Zurück- und der Suchen-Button. Alle vier reagieren wie das große Display kapazitiv per Finderdruck. Nettes Extra: Die Symbole der Buttons drehen sich mit, wenn man das Gerät dreht (Fotos: Hochformat | Querformat).

“Super screen and sound”
Das LC-Display ist wirklich super (heißt ja auch Super-LCD). Das 4 Zoll große Display, das 480 x 800 Pixel darstellt, ballert sehr scharfe und kontraststarke Grafiken an die Netzhaut – wobei das “ballern” nicht unangenehm gemeint ist. Das kapazitive Touch-Display reagiert sehr gut und präzise auf jeden Touch, Wisch, Whatever. Der Sound durch den Lautsprecher auf der Rückseite ist auch ganz akzeptabel. In die Ohren bekomme ich nur satte Bässe, wenn ich meine In-Ear-Kopfhörer verwende. Mitgeliefert wird ein normales Headset mit einer Fernbedienung am Kabel mit Steuerungen für Musik und die Anruf-Annahme. Ein Mikro ist selbstverständlich auch dran. Ein Clip sowie Polster für die Ohrhöhrer sind auch noch in einem Tütchen. Klangverbesserung für Audio-Spuren gibts nur mit der Funktion “SRS-Verbesserung”.
Scharf sind neben allen anderen Grafiken auch Videos. Dazu muss ein Video nicht unbedingt in HD-Auflösung sein, da die Display-Auflösung geringer ist. Richtig scharf wirds natürlich nur mit 720p oder 1080p. Ruckelnde Videos sucht man auch vergeblich.

Unterstützte Multimedia-Formate: aac, .amr, .ogg, .m4a, .mid, .mp3, .wav, .wma, 3gp, .3g2, .mp4, .wmv.

“Impressive from every angle”
Ob das Teil in jeder Hinsicht überzeugend besticht, werde ich euch in den kommenden Tagen sagen, wenn ich unter anderem Android und die Kamera unter die Lupe nehme. Jedenfalls besticht die Rückseite des HTC Incredible S optisch nicht auf den ersten Blick, vornerum siehts ganz nett aus. Gut gelöst ist die Kombination aus USB-Übertragungskabel und Ladekabel. Das Kabel dient sowohl als Lade- als auch Übertragungskabel. Zum Laden steckt man das USB-Kabel einfach in das Netzteil.