Vor einer Woche habe ich das Samsung Wave II zum testen erhalten. Es ist ein bereits verwendetes Testgerät, die Originalverpackung war also schon geöffnet. Ein Unboxing – keine Ahnung wieso so viele darauf abfahren – gibts also nicht. Wobei solche Extreme Unboxings, wie sie es für das Galaxy S II gibt, kann man sich schon mal geben.

Das da oben ist es also – das Wave II mit der Bezeichnung S8530 in “Ebony Gray” (Ebenholz Grau), der Nachfolger des S8500. Nachfolger? Da ist natürlich erstmal eine Gegenüberstellung mit dem Vorgänger angebracht:

Wave (S8500) Wave II (S8530)
Abmessungen 118 x 56 x 10,9 mm 124 x 60 x 12
Gewicht 116 g 132 g
Prozessor 1 GHz ARM Cortex A8
Arbeitsspeicher 512 MB
Betriebssystem TouchWiz 3.0 auf Bada 1.0 TouchWiz 3.0 auf Bada 1.2
Akku Lithium-Ionen, 1.500 mAh
Speicherplatz 2 GB, mit microSD bis 32 GB erweiterbar
Display kapazitiv
3,3 Zoll (8,4 cm)
Super-AMOLED
Auflösung: 480 x 800 Pixel
kapazitiv
3,7 Zoll (9,4 cm)
Super-Clear-LCD
Auflösung: 480 x 800 Pixel
Kamera 5 Megapixel, LED-Blitz, Videos mit bis zu 720p
Audio-Unterstützung MP3, AMR, AAC, AAC+, e-AAC+, SMAF, Midi, Polyphon, WAV
Video-Unterstützung WMV, MPEG4, H.264, DivX
Kommunikation Quadband GSM/GPRS/EDGE, UMTS (HSDPA, bis zu 3,6 MBit/Sek.),
WLAN (IEEE 802.11 b/g/n), Bluetooth 3.0, A-GPS
Weitere technische Details Weitere technische Details

Euch ist bestimmt aufgefallen, dass die wesentlichen Merkmale identisch sind. Wer sich zwischen den Wave und dem Wave 2 entscheiden muss, der kann sich an den optischen Dingen festhalten. Das Wave 2 hat ein gelungenesFacelift und einen größeren Körper erhalten (Vergleich), ist 16 Gramm schwerer und hat ein größeres Display (allerdings mit der gleichen Auflösung). Dass das S8500 nur Bada 1.0 hat ist kein Problem, da ein Update auf die neueste Bada-Version möglich ist. Im Preis unterscheiden sich die beiden Smartphones kaum. Das Wave II ist derzeit sogar günstiger als das Wave.

Äußere Werte

Das Gehäuse des Gerätes besteht aus leicht gebürsteten Aluminium. Das fühlt sich edel an und sieht gut aus, außerdem macht es das Gerät robust. An der unteren und der oberen Kante wurde Kunststoff verwendet, damit die Antennen einen besseren Empfang haben.

Die 3,5 mm Headset-Klinke und der USB-Anschluss für das Lade- sowie das USB-Kabel befinden sich an der Oberseite des Handys. An der rechten Seite sind der Auslöser für die Kamera und die Tasten- bzw. Displaysperre. Links befindet sie die Wippe für die Lautstärke. Unter dem 3,7 Zoll großen Display mit einer Diagonalen bon 4,9 cm befinden sich die altbekannten Anruf-Tasten und der Home-Button.

Auf der Rückseite ist die 5 Megapixel Kamera. Mit ihr kann man Videos mit einer Auflösung von bis zu 1280 x 720 Pixeln – also HD – aufnehmen. Sie ist wie der LED-Blitz in Karo-Form gehalten.

Innenleben

Der 1 GHz Prozessor leistet gute Dienste und kommt ganz selten an seine Grenzen. Die 512 MegaByte Arbeitsspeicher sind für den Alltag auch völlig ausreichend. Ich habe es bisher nicht geschafft das Wave 2 richtig zum ruckeln zu bringen.

Das mit Bada 1.2 betriebene Smartphone kann Multitasking. Drückt mein zum schließen einer Anwendung nur den Home-Button und nicht die rechts Ein-/Aus-Taste, wird eine App nur minimiert. Das bedeuet sie läuft im Hintergrund weiter. Wenn man genügend mächtige Anwendungen geöffnet hat, wird einem angezeigt, dass kein Speicher mehr verfügbar sei. Daraufhin öffnet sich der Task-Manager und man muss eine Anwendung schließen. Wenn man im Task-Manager trotzdem wieder eine Anwendung öffnen will, geht das natürlich nicht.

Aber mal ehrlich – wer es nicht herausfordert, kann den RAM nicht überlasten. Im Alltag dürfte das so gut wie nie vorkommen.

Erstes Fazit

Auf den ersten Blick ist das Samsung Wave II ein ganz nettes Smartphone. Wer kein Freak ist, der 24 Stunden am Tag damit rumspielt kann mit diesem Smartphone eine gute Anschaffung machen. Es ist mit den rund 225 Euro sehr preiswert. Mich stört allerdings, dass es mit dem Betriebssystem Bada läuft – deswegen würde ich es mir nicht kaufen. Wieso? Das erfahrt ihr morgen in einem extra Artikel über das Betriebssystem und die Anwendungen.

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Fotos: Samsung